F | D

Eine Tuk-Tuk-Tour ?

Publié le 09 June 2020

Ein Begleit- und Transportservice für alle

 

Nach dem Erfolg der beiden ersten Auflagen von «Eine Tuk-Tuk-Tour?» führt der Verein REPER das soziale Projekt vom 15. Juni bis 4. September erneut durch. Dieses Jahr richtet sich das Projekt nicht mehr nur in erster Linie an ältere Menschen, die an Bord des Tuk-Tuk natürlich nach wie vor herzlich willkommen sind, sondern an die gesamte Bevölkerung. Ausserdem wurden Vorkehrungen zur Einhaltung der Hygienevorschriften betreffend Coronavirus getroffen. Und neu findet das Projekt in Zusammenarbeit mit Freiburg Tourismus und Region statt.

undefined

Das Projekt

 «Eine Tuk-Tuk-Tour?» möchte der Bevölkerung einen geselligen, ökologischen und kostenlosen Transportservice in den Partnergemeinden Villars-sur-Glâne und Freiburg bieten und damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Den Empfang und den Transport mit dem Fahrzeug übernehmen junge Erwachsene, die einen Mini-Job von REPER als Tuk-Tuk-Botschafterin oder-Botschafter ausführen.

Ob für Einkäufe, Erledigungen oder einfach eine Spazierfahrt, das elektrische Tuk-Tuk von REPER ist vom 15. Juni bis 4. September 12 Wochen lang in Villars-sur-Glâne und Freiburg unterwegs, von Montag bis Freitag jeweils von 9 bis 17 Uhr. Der Transportservice ist kostenlos und wird auf dem Gebiet der beiden Gemeinden betrieben. Die Reservation des Tuk-Tuk erfolgt per Telefon unter der Nummer 076 823 19 57.

Anders als die beiden letzten Jahre richtet sich das Angebot nun an die gesamte Bevölkerung und nicht mehr nur in erster Linie an ältere Menschen. Diese sind an Bord des Tuk-Tuk natürlich nach wie vor herzlich willkommen und wir hoffen, sie wieder zahlreich begrüssen zu dürfen.

Das Projekt wird vom gemeinnützigen Verein REPER durchgeführt, der auch die Tuk-Tuk-Botschafterinnen und -Botschafter rekrutiert und coacht. REPER engagiert vor allem junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren aus einer der Partnergemeinden, die arbeitslos oder beim Sozialamt gemeldet sind oder die REPER über eine seiner Leistungen kennengelernt hat.

Zusammenarbeit mit Freiburg Tourismus und Region 

Das Ziel der Zusammenarbeit mit dem Tourismusbüro ist, diesen Sommer zur Attraktivität von Grossfreiburg beizutragen und so in dieser schwierigen Zeit die lokale Wirtschaft ein wenig zu unterstützen. Daher steht das Tuk-Tuk auch Touristen zur Verfügung, welche die Sehenswürdigkeiten von Freiburg und Villars-sur-Glâne entdecken möchten. Jede Woche sind von Montag bis Freitag 5 Zeitfenster von 1 Stunde für Touristen vorgesehen. Diese Fahrten sind wie die für die lokale Bevölkerung ebenfalls kostenlos. Touristen können das Tuk-Tuk auch für das Wochenende reservieren, die Fahrten am Wochenende kosten jedoch. Das Angebot für Touristen wird auf der Website von Freiburg Tourismus und Region beworben. Darüber hinaus kann das Tuk-Tuk übrigens auch für Anlässe und besondere Gelegenheiten gemietet werden.

COVID-Schutzmassnahmen

Es werden alle erforderlichen Schutzmassnahmen getroffen, um die Hygienevorschriften des Bundes einzuhalten. Zudem werden die für die Reservationen zuständigen Kopilotinnen und Kopiloten die Passagiere nicht beim Transport begleiten, wie dies bei den ersten beiden Ausgaben der Fall war.

Die Ausgabe 2019

Vom 3. Juni bis 26. Juli vergangenen Jahres fand während acht Wochen die zweite Ausgabe des Projekts «Eine Tuk-Tuk-Tour?» statt – mit grossem Erfolg. Das Tuk-Tuk unternahm 215 Fahrten in Freiburg und legte dabei über 2400 km zurück. 377 Personen zwischen 0 und 99 Jahren wurden transportiert, auf der Hälfte der Fahrten handelte es sich bei den Passagieren um ältere Menschen. Was die andere Hälfte der Fahrten betrifft, so waren Mütter mit ihren Kindern häufige Gäste des Tuk-Tuk. 6 junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren konnten im Rahmen des Projekts einen REPER-Mini-Job ausführen.

Die Ziele

Das Projekt «Eine Tuk-Tuk-Tour?» hat verschiedene Facetten. Mit seinen drei Hauptzielen verbindet das Projekt auf innovative und originelle Weise die soziale, die generationenübergreifende und die ökologische Dimension.

1.     Sozialer Zusammenhalt und generationenübergreifende Kontakte: «Eine Tuk-Tuk-Tour?» möchte soziale Kontakte zwischen den jungen Tuk-Tuk-Botschafterinnen und-Botschaftern und der übrigen Bevölkerung, darunter auch zu älteren Menschen, fördern. So ist es auch nicht das Hauptziel der engagierten jungen Erwachsenen, Tuk-Tuk zu fahren, sondern die Passagiere in einer geselligen Atmosphäre zu begleiten, die zum Austausch einlädt.

2.     Soziale und berufliche Integration: Der Mini-Job bietet den Tuk-Tuk-Botschafterinnen und -Botschaftern ein originelles Erlebnis und eine wertvolle Erfahrung. Der Mini-Job ist eine Möglichkeit, wieder mit einer Form von Arbeitsrealität in Berührung zu kommen und dabei von einer Sozialarbeiterin oder einem Sozialarbeiter vom Mini-Jobs-Pol (www.pmj-reper.ch) des Vereins REPER begleitet zu werden. Die Tuk-Tuk-Botschafterinnen und-Botschafter erhalten einen Arbeitsvertrag und einen Lohn.

3.     Ein ökologisches Transportmittel: «Eine Tuk-Tuk-Tour?» möchte mit dem Einsatz eines elektrischen Fahrzeugs auch für sanfte Mobilität sensibilisieren und ein entsprechendes Bewusstsein schaffen. Mit seinem originellen Design in bunten Farben ist das Tuk-Tuk nicht zu übersehen, es weckt die Neugier und kann Anlass sein, sich mit Interessierten über Umweltthemen auszutauschen.